Eine zusätzlich bestellte IP Adresse muss auf Ihrem Server eingerichtet werden, damit diese erreichbar ist. Hierzu gehen Sie wie folgt vor:

Bei beiden Schritten kann "eth0" abweichen. Bitte prüfen Sie vorher, welcher Name für die Netzwerkschnittstelle vergeben wurde.

Debian Linux und Ubuntu bis 16.04
In der Datei /etc/network/interfaces folgenden Eintrag hinzufügen:
auto eth0:1
iface eth0:1 inet static
   address <IP-Adresse>
   netmask 255.255.255.255

<IP-Adresse> durch die entsprechende IP Adresse ersetzen und im Anschluss daran den Server mittels des Befehls

reboot

neu starten.

Ubuntu ab 18.04
In der Datei /etc/netplan/01-netcfg.yaml folgende Zeile anpassen:

      addresses: [ "<Haupt-IP-Adresse>/32", "<Zusatz-IP-Adresse>/32"]

<Zusatz-IP-Adresse> durch die entsprechende IP Adresse ersetzen und im Anschluss daran das Netzwerk mittels des Befehls

netplan apply

neu starten. Sollte sich ein Fehler in der YAML Datei eingeschlichen haben, wird dieser sofort angezeigt und kann dann im Anschluß direkt wieder bearbeitet werden.

CentOS Linux
Eine dauerhafte Konfiguration ist standardmäßig nur über Alias-Interfaces (eth0:1, eth0:2 usw.) möglich. Dazu muss pro IP-Adresse eine Datei angelegt werden.

** Es kann sein, dass der Name vom device (eth0) abweicht. Man kann jedoch diesem mit dem Befehl "ip addr" auslesen. **

/etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0:1

Diese Dateien müssen jeweils folgende Informationen enthalten:

DEVICE=eth0:1
BOOTPROTO=none
ONBOOT=yes
IPADDR=<IP-Adresse>
NETMASK=255.255.255.255
Windows
Eigenschaften der Netzwerkkarte => Internetprotokoll, Version 4 (TCP/IPv4) => Eigenschaften => Erweitert => hinzufügen
 
Alternativ kann dies auch über die CMD (Windows Taste + r und dort "cmd" eingeben) gesetzt werden:
netsh interface ipv4 add address name="Ethernet" <IP-Adresse> 255.255.255.255
  

IP-Adressen können entweder als zusätzliche Adressen oder für Virtualisierungszwecke verwendet werden.

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